Abtshagen

Abtshagen / Dobiesław

Abtshagen ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Westpommern, in der Gemeinde Darłowo, gelegen im historischen Kreis Rügenwalde. Die Gegend weist eine lange Geschichte pommerscher Besiedlung auf und gehört zur Region Hinterpommern.

Lage :

Das Dorf liegt in Nordwestpolen, südöstlich der Stadt Darłowo, in der Nähe der Ostseeküste.

Fotos der Kirche und des Friedhofs

Einwohner :

1818 436 Ew., 1895 645 Ew., 1939 519 Ew.

Die Dorfbewohner beschäftigten sich mit Landwirtschaft, aber auch mit Handwerk. In den 1930er Jahren arbeiteten im Dorf mehrere Handwerker, darunter ein Schmied, ein Schlosser, ein Automechaniker, zwei Müller, mehrere Maurer, ein Schneider und ein Schuhmacher. Alle Handwerker besaßen größere oder kleinere landwirtschaftliche Betriebe. Es gab eine Gaststätte, eine Post und einen Laden, einen Arzt und einen Tierarzt. Es gab auch soziale Organisationen: einen Kriegsveteranenverein, eine Schützengilde, einen Gesangsverein, eine Kapelle und eine freiwillige Feuerwehr mit einer Feuerwache. Im Dorf gab es zwei Klassenschulen mit Wohnungen für Lehrer: eine alte und eine neue, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gebaut wurde. Sie wurden von etwa 60 Kindern besucht. Die letzten deutschen Lehrer waren Franz Witt (in der alten Schule) und Ernst Lüdtke (in der neuen Schule).

 

frühere Namen:

Abtshagen (deutscher Name), „des Abtes Papenhagen up der Wyck“

polnischer Name : Dobiesław

Der Ort wurde erstmals 1302 schriftlich erwähnt. Abtshagen gehörte bis 1945 zum deutschen Kreis Rügenwalde

Kirchspiel / Verwaltung :

Abtshagen gehörte zum Kirchenkreis Rügenwalde. Die Kirche war die Mutterkirche des Kirchspiels. Altenhagen hatte ein eigenes Standesamt, das auch für Wieck zuständig war.

Literatur:

Herbert Zielke: Dicht hinterm Gollen – Die Stadt Zanow und die Nachbargemeinden

Jahn, (Fritz)                              Bunte Bilder aus alter Zeit (Abts­hagen, Kr. Schlawe). Bote v. Pommermstrand, Sonntagsbl. d. Synode Rügenwaldes 23, 1934, Nr. 2-7, 9-17.

Jahn, (Fritz)                              Bunte Bilder aus alter Zeit (Abts­hagen, Kr. Schlawe). Pomm. Heimatkirche, Ausg. 1. A, 1934, Nr. 18-24, 26-46, 48-50; 1935, Nr. 2-^8, 11, 13, 34, 36,

Reetz, E.                                   Niedergang und Aufstieg, (Ein Gang durch die Geschichte von Abtshagen, Karnkewitz u. Wieck auf Grund von Kirchenbüchern und Chroniken). Bote vom Pommernstrand, Synode Rügenwalde, 19, 1928, Nr. 2 ff.

Rosenow, Karl                          Abtshagen i. Rügenwalder Amt. Ostpommersche Heimat 1936, Nr. 16-20.

P. Laasch – Abtshagen           Aus vergangenen Tagen – Mitgeteilt aus dem Abtshagener Kirchenbuche. Von Aus „Bote vom Pommernstrand – Sonntagsblatt der Synode Rügenwalde (1911/13-14)